Ich habe langjährige Erfahrungen mit Ergotamin Tabletten, Zäpfchen und Spray. Auch mit Migrätan ®, Ergosanol ®, Migrexa ®, Avamigran ®, Optalidon ®, Thomapyrin ®, Ergokapton ®, Ergolonarid ®, diversen Triptanen oral, nasal und sublingual, Diäten, vegetativen Verfahren, Akupunktur, ASS, Voltaren K ®, Dimenhydrinat, Metoclopramid, Diclofenac, Petadolex ® , Pestwurz, Psychopharmaka, Beta Blockern und anderen vorbeugenden Mitteln ohne einen mich letztlich überzeugenden Effekt.
Nach langem Leidensweg fand ich die Methode des Einspritzens einer wässrigen Ergotaminaufschwemmung in After, die mir bei meinen immer noch etwa 1 pro Woche auftretenden Attacken verlässlich innerhalb 15 Minuten ohne späteren Flashback hilft und mich in kürzester Zeit wieder voll einsatzfähig macht (Dosis ½ mg), wenn ich mich bei Beginn von Migränevorzeichen behandele. Zu spät im Anfall genommen brauche ich 1 mg und es dauert etwa 1 Stunde bis zur Beschwerdefreiheit.
Absolut überraschend war für mich, dass die wässrige, niedrig dosierte Ergotaminaufschwemmung rektal so viel besser und zuverlässiger wirkte, als die bis dahin von mir genutzten Ergotamin Zäpfchen oder Tabletten. Es wirkt bei mir auch rascher und deutlich zuverlässiger als Triptane (z. B. Allegro ®, Ascotop ®, Imigran ®, Almogran ®, Maxalt ®, Relpax ®, Naramig ®, Zomig ® )
Wenn heutzutage den Patienten noch von den Ärzten Ergotamin verschrieben wird, was selten der Fall ist, dann werden ihnen weiterhin meist Ergotamin Tabletten zur Anwendung durch den Mund und Magen verschrieben, was aber bekanntermaßen nur wenig und unzuverlässig wirkt. Daraus wird dann fälschlicherweise von Ärzten und Patienten der Schluss gezogen, dass Ergotamin ein unwirksames Medikament sei, was aber nicht stimmt, denn nur durch den falschen Zufuhrweg bleibt Ergotamin unwirksam.
Früher brauchte ich bis zu 6 Zäpfchen pro Monat ( also 12 mg Ergotamin pro Monat), jetzt komme ich bei zuverlässig guter rascher Wirkung mit 4 mg Ergotamin im Monat aus. Die offizielle Monatshöchstdosis für Ergotamin liegt laut Fachinfo zur Zeit bei 20 mg pro Monat, weil bei längerfristiger mißbräuchlicher Einnahme von mehr als 20 mg pro Monat ein Dauerkopfschmerz oder Blutgefäßverengungen (Ergotismus) auftreten kann. Ich empfehle Ihnen deshalb, nicht mehr als 4 mg Ergotamin pro Monat zu verbrauchen, es sei denn, eine höhere Dosis wurde von Ihnen mit Ihrem Arzt in einer persönlichen Beratung abgesprochen .
Wesentliche Akut– oder Dauernebenwirkungen traten bei mir wegen der niedrigen Dosis nicht auf, zusätzliche Schmerzmittel wie z. B. ASS (Acetylsalicylsäure) oder Mittel gegen Übelkeit waren nicht notwendig, da bei mir auch die Übelkeit allein auf rektales Ergotamin hin verschwand. Es entwickelt sich bei mir kein Gewöhnungseffekt mit Wirkverlust und auch kein Suchtverhalten mit Neigung zur Dosissteigerung oder häufigerer Anwendung.
Daneben ist es meiner Erfahrung nach immer wünschenswert, seine Tagesabläufe so einzurichten, dass "negativer" Stress vermieden wird, außerdem verzichte ich weitestgehend auf alkoholische Getränke.
Mit einer in Südtirol (deutschsprachige Apotheke www.peer.it) für 2,79 Euro erworbenen Packung Cafergot à 20 Tabletten à 1 mg Ergotamin komme ich also etwa 5 bis 6 Monate bzw. für etwa 35 Anfälle aus.
Auch bei Spannungskopfschmerzen kann Cafergot ® helfen.