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Ergotamine wirken besser, wenn man sie ähnlich einem Zäpfchen in Wasser auflöst und mit einer Spritze durch den After in den Enddarm spritzt. Statt der Bezeichnung „Zäpfchen“ nennt sich diese Form der Arzneianwendung in der Fachsprache „Rektiole“. Ergotamin wirkt dann bereits in einer sehr niedrigen Dosierung. Als Tablette über den Mund eingenommen wirkt Ergotamin nur unregelmäßig und in hoher Dosierung. Deshalb hat es heute meines Erachtens zu unrecht bei Ärzten einen schlechten Ruf.
Die neue Methode
Man teilt eine Tablette Ergotamin so, dass ein Stück von einem halben Milligramm entsteht, dieses wird zerkleinert in eine Tuberkulin-Spritze gefüllt, nachdem man den Stempel herausgezogen hat. Zuerst sollte man aber den Kanülenansatzkonus mit einem scharfen Wellenschliff Brotmesser abtrennen, dann die Schnittfläche glätten. Nach Wiedereinsetzen des Stempels werden die Tablettenbrösel mit 1 ml Leitungswasser aufgezogen und durch Drehen (1 Minute) aufgeschwemmt, die Spritze mit der Schwemmlösung wird dann direkt mit dem stumpfen Spritzenkolben (also ohne Nadel !) etwa 7 cm tief in den After (Vaseline, nicht mit Gewalt!) eingeführt und die Schwemmlösung eingespritzt, ähnlich einer Zäpfchengabe. Die Wirkung der frisch zubereiteten wässrigen Schwemmlösung ist bei niedrigerer Dosis (½ mg) viel besser als die Wirkung der Zäpfchen à 2 mg.

Man sollte direkt bei Beginn von eindeutigen Migränevorzeichen behandeln, zu spät im Anfall genommen braucht es manchmal 1 mg und es dauert etwa 1 Stunde bis zur Beschwerdefreiheit. Das Auflösen der Tablette und Einspritzen der Lösung läuft unauffällig auf jeder Toilette ab und dauert nicht mehr als drei Minuten.

Wenn heutzutage den Patienten noch von den Ärzten Ergotamin verschrieben wird, was selten der Fall ist, dann werden ihnen weiterhin meist Ergotamin Tabletten zur Anwendung durch den Mund und Magen verschrieben, was aber bekanntermaßen nur wenig und unzuverlässig wirkt. Daraus wird dann fälschlicherweise von Ärzten und Patienten der Schluss gezogen, dass Ergotamin ein unwirksames Medikament sei. Unwirksam ist es in Wirklichkeit aber nur durch den falschen Zufuhrweg und den falschen Trägerstoff. Denn auch aus dem Zäpfchen löst sich Ergotamin schlecht. Früher wurden von Patienten oft 6 mg und mehr Ergotamine pro Tag verbraucht. Die hohe Ergotamin Verbrauchsmenge und die häufige oft schlecht kontrollierte Anwendung von Ergotamin in Kombination mit weiteren Schmerzmitteln waren früher Ursache von schweren Nebenwirkungen.
Die als unbedenklich angesehene Monatshöchstdosis für Ergotamin liegt laut Fachinfo bei 6mg pro Tag, 10mg pro Woche und 20mg pro Monat. Nach meiner Methode reichen 3 mg Ergotamin pro Monat aus, um bis zu 6 Migräne Anfälle wirksam zu unterdrücken.
Wesentliche Akut– oder Dauernebenwirkungen traten bei mir nicht auf, zusätzliche Schmerzmittel oder Mittel gegen Übelkeit waren nicht notwendig, da bei mir auch die Übelkeit allein auf rektales Ergotamin hin verschwand. Es entwickelt sich bei mir kein Gewöhnungseffekt und auch kein Suchtverhalten mit Neigung zur Dosissteigerung oder häufigerer Anwendung.
Folgende Medikamente halfen mir als Tablette deutlich schlechter oder gar nicht: Sumatriptan, Almogran®, Maxalt®, AscoTop®, Naramig®, Relpax®, Allegro®, Imigran® , Migrätan®, Ergosanol®, Migrexa®, Avamigran®, Optalidon®, Thomapyrin®, Ergokapton®, Ergolonarid®, ASS, VoltarenK®, Dimenhydrinat, Metoclopramid, Diclofenac, Petadolex® , Pestwurz, Psychopharmaka, Beta Blocker
Auch Diäten, vegetativen Verfahren, Akupunktur und andere Mittel blieben bei mir letztlich ohne überzeugenden Effekt.

