Ergotamin hilft bei  Migräne
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Medikament

gerundet

Preis pro Anfall

 

 

 

Ergotamine

 

 

 

 

 

Cafergot® Tabl 1 mg Italien

4,00 € / 40 Anfälle

0,10 € pro Anfall

Ergo-Kranit Migräne® Tabl 2 mg

26,00 € / 24 Anfälle

1,00 € pro Anfall

Cafergot® N Zäpfchen 2 mg

23,00 € /10 Anfälle

2,30 € pro Anfall

 

 

 

 

 

 

Triptane

 

 

 

 

 

Allegro® Tabl 2,5 mg

24,00 € / 3 Anfälle

8,00 € pro Anfall

Almogran® Tabl 12,5 mg

32,00 € / 3 Anfälle

11,00 € pro Anfall

AscoTop® Tabl 2,5 mg

32,00 € / 3 Anfälle

11,00 € pro Anfall

Imigran® Tabl 50 mg

52,00 € / 6 Anfälle

8,00 € pro Anfall

Maxalt® Tabl 5 mg

31,00 € / 3 Anfälle

10,00 € pro Anfall

Naramig® Tabl 2,5 mg

24,00 € / 2 Anfälle

12,00 € pro Anfall

Relpax® Tabl 20 mg

31,00 € / 3 Anfälle

10,00 € pro Anfall

Sumatriptan Tabl 50 mg

39,00 € / 6 Anfälle

6,50 € pro Anfall

Formigran® Tabl 2,5 mg

9,70 € / 2 Anfälle

4,80 € pro Anfall

 

 

 

 

 

 

Patentierte Medikamente sind teuer. Triptane sind bis auf eine Ausnahme im Patentschutz, sodass die Preise der Triptane von den Herstellern hochgehalten werden können. Ergotamin ist nicht mehr patentgeschützt und deshalb billig. Für die Hersteller von patentierten Medikamenten ist es wirtschaftlich sehr interessant, billige Konkurrenzpräparate mit der Unterstellung der geringeren Wirksamkeit und eines höheren Nebenwirkungsrisikos aus dem Markt zu drängen. Da das Geld für die Forschung meist dahin geht, wo es einen hohen wirtschaftlichen Nutzen verspricht, ist es nicht verwunderlich, dass weitere Forschung zum Ergotamin unterbleibt.

Bei den Preisen der Triptane wird aber auch klar, weshalb Ärzte Triptane Kassenpatienten nicht besonders gern verschreiben, denn sie belasten das Arznei Budget des Arztes stark.

Bei Triptanen entstehen in der Regel noch höhere Kosten pro Anfall als oben veranschlagt, weil häufig eine einzige Dosis zur Anfallsbehandlung nicht ausreicht, beziehungsweise die besser wirksamen Nasalsprays, Zäpfchen oder Triptanspritzen wesentlich teurer als die jeweiligen Tablettenformen sind.

Berücksichtigt wird in obigem Vergleich also die jeweils kleinste Verpackungseinheit mit der niedrigsten Einzeldosis in Form einer Tablette:

Seit Herbst 2006  hat die Firma Novartis und die Kohlpharma überraschend das mehrere Jahre vom deutschen Markt verschwundene Cafergot®  Zäpfchen in der alten Dosierung mit je 2 mg pro Zäpfchen wieder eingeführt.

Grundsätzlich  halte ich dies für einen Fortschritt, kann aber aus meiner Erfahrung nur sagen, dass der Wirkeintritt und die Effektivität deutlich schlechter sind, als die von mir propagierte Schwemmlösungsmethode. Da das Zäpfchen auch eine deutlich höhere Dosis pro Anfall benötigt (2-4 mg, also die 4 bis 8 fache Gewichtsmenge pro Anfall meiner Methode), halte ich die regelmäßige Anwendung  von diesem Zäpfchen, wenn Monatsdosen von 10 mg überschritten werden, für bedenklich.

 

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